Es war nie..

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.. ein Problem für mich gewesen, andere Menschen zu verlassen oder sie von mir zu stoßen. Es fällt mir ebenso leicht, Menschen hinter mir zu lassen, wie es mir leicht fällt, diese einfachen Worte in die Tastatur zu tippen. Es ist kein Problem für mich. Und wird es wahrscheinlich auch niemals sein - denn so bin ich ganz einfach.

Dahingegen bereitet es mir große Probleme, wenn Menschen sich dazu entschließen, mich zu verlassen, mich von sich zu stoßen, mich hinter sich zu lassen. Ich kann das nicht. Ich verkrafte das nicht. »Was mache ich denn jetzt? War ich ihm nicht gut genug? Was soll ich nur tun? Ich kann ohne diesen Menschen nicht leben! Ich will nicht ohne diesen Menschen leben! Ich bin noch nicht bereit dazu! Oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott..« So geht es dann die ganze Zeit in meinem Kopf.

Dass es bei den Menschen, die ich wegwarf, ebenso sein könnte, interessiert mich nicht. Man könnte meinen, ich sei ein Soziopath. Zumindest in manchen Punkten.

[...]

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"Vielleicht hat sich mein Herz nur deshalb so zurück gezogen, weil es Dich nicht weiter verletzen will", sagte er. Ich seuftze und wieder rollte eine versteckte Träne über meine Wange, welche unbemerkt im Kissen versank. Atemlos flüsterte ich: "Dein Herz ist dumm, denn diese Situation tut momentan mehr weh, als alles zuvor. Und selbst wenn Du mir mal nicht weh tust, tue ich es immer noch selbst."

Sein Blick ließ mich nicht mehr los.

Er war..

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.. bei mir gewesen. Für gute 24 Stunden. Wir lagen nebeneinander, sahen uns an, redeten ein wenig miteinander. Ich weinte viel und er küsste jede einzelne Träne weg. Er küsste mir die Tränen aus den Augenwinkeln, von der Nase, den Wangen und den Lippen. Streichelte mir über den Arm, über die Taille, hielt meine Hand in seiner. Es fällt mir so schwer zu glauben, dass er mich nicht mehr liebt, wenn er all diese Dinge mit mir tut. Wenn es mir ins Ohr flüstert, was für ein wundervoller, wunderhübscher Mensch ich doch sei und wie sehr er auf mich stehe. Wenn ich ihn ansehe, flattert es in meinem Magen wie wild und ich möchte mich übergeben, weil da plötzlich so viele (noch mehr!) Gefühle in mir sind. Ihn zu umarmen und zu küssen ist das Schönste, was es momentan für mich gibt. Und für ihn ist es wohl auch schön - auch wenn ich nicht weiß, inwiefern es sich mit meinen Gefühlen vergleichen lässt. Ich liebe ihn immerhin noch.

Ich habe Angst, dass, auch wenn ich all das mitmache, er vielleicht irgendwann (in naher Zukunft) auf einen anderen Menschen stößt, den er lieber in seine Arme schließen, den er lieber küssen und streicheln möchte. Dass er sich neu verliebt und ich keine einzige Chance mehr habe. Ich fühle mich wie Seth Cohen - nur das ich weniger Glück habe und meine Summer Roberts mich nicht mehr will. (Mein) Leben ist scheiße.

Ich weiß nicht..

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.. was ich mir dabei erhoffe, wenn ich das Internet mit dem Stichpunkt "Er liebt mich nicht mehr" durchsuche. Ich suche niemanden, dem es ebenso ergeht wie mir und der mir von seinem Leid berichten. Ich suche nicht nach Erklärungen, weshalb es so gekommen ist, wie es nun einmal gekommen ist. Und ich suche ebenso wenig nach Tipps, die mir helfen sollen, Dein Herz zu erobern, Dich in mich verliebt zu machen - abermals. Aber wonach suche ich dann? Immer und immer wieder tippe ich die Worte "Er liebt mich nicht mehr" in die Suchleiste ein, klicke schnell auf die Eingabetaste und starre stumm auf den Bildschirm und das Bild, welches sich vor mir öffnet. Warte ein paar Sekunden, frage mich, was ich schon wieder tue und schließe das Fenster.

Das Internet hat nicht für alle Fragen des Lebens eine Antworten. Erst recht nicht auf eine Frage, welches das Herz, mein Herz, quält.
 
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